Reisebericht Costa Toscana

*** alle Bilder der Reise - hier klicken ***

Reisebericht von Nicole Heidenwolf

Zur späten Stunde am 25. Oktober 2025 startete eine 48-köpfige Reisegruppe mit dem Kreuzfahrtprofi-Bus Richtung Süden – Ziel war Italien, genauer gesagt Savona, wo uns die Costa Toscana, ein modernes Luxuskreuzfahrtschiff, erwartete.

Anreise und Einschiffung

Um 23:30 Uhr ging es in Pinkafeld los – rund 981 km trennten uns vom Hafen. Die Buschauffeure Walter und der Chef Andreas sorgten für eine angenehme Fahrt, während die Vorfreude auf die Herbstsonne im Süden wuchs.
Nach mehreren Pausen erreichten wir mittags das Schiff. Obwohl die Müdigkeit groß war, überwog die Begeisterung: Eine spannende, erholsame Woche auf See lag vor uns.

Tag 1 – Marseille

Am Abend des 26.10. hieß es „Leinen los!“. Am nächsten Morgen erreichten wir Marseille, die zweitgrößte und älteste Stadt Frankreichs sowie eine der wichtigsten Hafenstädte des Mittelmeers.
Ein Shuttlebus brachte uns ins Zentrum, wo unsere Stadtführung begann. Ausgangspunkt war die eindrucksvolle Cathédrale de la Major, die Bischofskirche der Erzdiözese Marseille.

Unser Spaziergang führte uns weiter entlang der Marina, durch die Einkaufsstraßen bis zum Hafen. Aus der Ferne sahen wir die berühmte „Gute Mutter über Marseille“ – die Basilika Notre-Dame de la Garde. Sie wird derzeit restauriert, dennoch beeindruckte die Aussicht auf die Marienstatue, die 11,2 m hoch ist und 9,8 t wiegt.

Einige Teilnehmer:innen erkundeten die Stadt mit dem Bummelzug und genossen ein herrliches 360°-Panorama über Marseille.
Beim gemeinsamen Abendessen auf Deck 5 wurden erste Eindrücke ausgetauscht – das Bordprogramm bot anschließend Unterhaltung für jeden Geschmack: Animation, Shows, Musik und entspannte Momente bei einem Drink im Sonnenuntergang.


Tag 2 – Barcelona

Am zweiten Reisetag lag Barcelona vor uns. Wir spazierten die La Rambla entlang – sie wird derzeit neu gepflastert, bleibt aber eine der berühmtesten Flaniermeilen der Welt.
Ein Highlight war der Besuch des Mercat de Sant Josep / La Boqueria, wo uns Farben, Düfte und kulinarische Köstlichkeiten – von Meeresfrüchten über Käse bis zu exotischem Obst – verführten.

Anschließend ging es zur Kathedrale von Barcelona – La Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia, ein Meisterwerk der Gotik aus dem 13.–15. Jahrhundert im Herzen des Barri Gòtic.

Ein Teil der Gruppe nutzte den Nachmittag für Shopping oder ein Glas Sangria, während einige noch das Gaudí-Haus Casa Batlló besichtigten.
Bei Sonnenschein verabschiedeten wir uns von Katalonien – Ziel des nächsten Tages: Palma de Mallorca.


Tag 3 – Palma de Mallorca

Der dritte Tag begann mit strahlendem Sonnenschein und einer leichten Brise über dem türkisblauen Meer. Nach der Ankunft in Palma, der Hauptstadt der Balearen, brachte uns der Shuttle ins Stadtzentrum.

Erstes Ziel war die imposante Kathedrale La Seu, eines der Wahrzeichen der Stadt. Sie gilt als eines der schönsten Beispiele gotischer Architektur in Spanien und beeindruckt durch ihre Fensterrosette, die größte der Welt. Gleich daneben befindet sich der malerische Bischofsgarten, eine grüne Oase mitten in der Stadt.

Weiter ging es durch die engen, verwinkelten Gässchen der Altstadt, vorbei an charmanten Innenhöfen, kleinen Boutiquen und gemütlichen Tapasbars. Viele nutzten die Zeit für einen Café con leche oder ein paar Souvenirs.

Wer wollte, besuchte außerdem das Castell de Bellver, eine kreisrunde Burg aus dem 14. Jahrhundert mit einem atemberaubenden Blick über Palma und den Hafen.

Nach rund drei Stunden voller Eindrücke, Shopping und kulinarischem Genuss kehrten wir zum Schiff zurück – die Sonne glitzerte auf dem Meer, während die Costa Toscana Kurs auf den nächsten Hafen nahm.


Tag 4 – Seetag

Ein Tag ganz im Zeichen der Entspannung. Ob auf dem Sonnendeck, in einem der Pools oder bei einem Cappuccino in der Bar Versilia – heute blieb Zeit, das Schiff in Ruhe zu erkunden.

Die Costa Toscana wurde 2021 fertiggestellt, gehört zur Reederei Costa Crociere und ist eines der modernsten LNG-Schiffe (betrieben mit verflüssigtem Erdgas).
Ein paar beeindruckende Fakten:

  • Länge: 336 m, Höhe: 63 m, Tiefgang: 8 m
  • Platz für 8200 Personen (davon 1600 Crewmitglieder)
  • Bauzeit: 2 Jahre, Kosten: 980 Mio. Euro
  • Verbrauch: täglich 500 kg Pasta, 1500 kg Fleisch, 15.000 Eier
  • 4 Küchen mit 150 Köchen
  • Umweltfreundlich: LNG reduziert Emissionen um bis zu 99 %

Tag 5 – Palermo

In Palermo entdeckten wir die Stadt mit dem Bummelzug: vorbei am Normannenpalast, durch enge Gassen bis zur Kathedrale von Palermo. Besonders eindrucksvoll war der Platz der „Vier Ecken“ (Quattro Canti) mit seinen barocken Fassaden und Brunnen.
Ein kurzer Stopp am Teatro Massimo rundete den Ausflug ab, bevor wir zum Schiff zurückkehrten.

 

Tag 6 – Civitavecchia / Rom

Am letzten Ausflugstag erreichten wir Civitavecchia, den wichtigsten Hafen Latiums. Einige machten sich auf den Weg ins rund 80 km entfernte Rom, während andere – wie ich – gemütlich durch die Hafenstadt spazierten.

Wir besuchten die Kathedrale San Francesco d’Assisi, die imposante Festung Forte Michelangelo und genossen das mediterrane Flair an der Strandpromenade – inklusive Shoppingpause und Fahrt mit dem Riesenrad.

Heimreise und Fazit

Der letzte Abend an Bord stand im Zeichen des Abschieds. Die Koffer wurden gepackt, die letzten Drinks genossen und viele Freundschaften besiegelt.
Am nächsten Morgen erreichten wir wieder Savona, wo unsere Busfahrer Walter und der Chef Andreas sicher nach Hause brachten.

Es war eine wunderschöne Woche voller Sonne, Eindrücke und harmonischem Miteinander. Ich danke meiner großartigen Reisegruppe für das Vertrauen, die Freundlichkeit und die unvergesslichen Momente.

Eure Nicole Heidenwolf
Reiseleiterin