Stahltschnitt der MSC Europa

Das erst MSC-Schiff mit LNG-Antrieb

Mit der MSC World Class schafft MSC Kreuzfahrten nicht nur eine Schiffsklasse mit einem spektakulären  Namen, sondern auch die größten MSC Kreuzfahrtschiffe, die jemals in der Flotte waren.
Es sind fünf Schiffe für diese Schiffsklasse geplant. Nach der Indienststellung des ersten Schiffes 2022 werden 2024, 2025 und 2026 weitere Schiffe der MSC World Class in Dienst gestellt werden.
Die Schiffe bieten bis zu 7.000 Passagieren einen Platz. Mit 206.000 BRZ werden die Schiffe auch größer als beispielsweise die Helios Klasse von der Carnival Corporation (AIDAnova, Costa Smeralda, etc.).
Doch auch für die Fans der kleinen Schiffe gibt es einen Lichtblick, denn 2023, 2024, 2025 und 2026 werden parallel zur MSC World Class auch wieder kleinere MSC Schiffe auf den Markt gebracht. Diese bieten Platz für bis zu 1000 Passagieren.

LNG Antrieb der World-Class-Schiffe
Mit dem Stahlschnitt des ersten Schiffes der World Class wurde von Pierfrancesco Vago, Executive Chairman von MSC Cruises, auch den Namen des Schiffes verkündet: MSC Europa. Die MSC Europa wird das erste von fünf mit LNG (Flüssigerdgas) angetriebenen Schiffen sein und ist zudem das erste LNG-Schiff überhaupt, das in Frankreich gebaut wird.

Ankündigung einer neuen Brennstoffzelltechnologie für die MSC Europa
Im Rahmen des Stahlschnittes der MSC Europa präsentierten MSC Cruises und Chantiers de l'Atlantique heute ein bahnbrechendes F&E-Projekt namens PACBOAT, das sich auf die Integration eines neuen Brennstoffzell-Demonstrators an Bord der LNG-betriebenen Schiffe von MSC Cruises konzentriert. Dieser Demonstrator wird mit LNG Strom und Wärme erzeugen. Das Projekt wurde mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung durch die beteiligten Partner besiegelt.

Die Integration einer SOFC-Technologie (Festoxidbrennstoffzelle) an Bord eines Kreuzfahrtschiffes ist eine Weltneuheit. Die Technologie arbeitet bei sehr hohen Temperaturen (ca. 750° C) und ist für schiffsähnliche Hochleistungsanwendungen effizienter als die wasserstoffbasierten Polymerelektrolytbrennstoffzellen (PEMFC)-Lösungen, die beispielsweise im Automobilsektor eingesetzt werden. Die SOFC-Technologie bietet einen sehr guten elektrischen Wirkungsgrad von bis zu 60 Prozent. Da die erzeugte Wärme an Bord selbst genutzt werden kann, kann ihr Gesamtwirkungsgrad (Wärme und Strom) deutlich höher sein, was zu einer direkten Reduzierung des Energieverbrauchs und damit auch zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen führt.

Die SOFC-Lösung, die mit LNG betrieben wird, würde somit die Treibhausgasemissionen um etwa 30 Prozent im Vergleich zu einem herkömmlichen LNG-Motor reduzieren, ohne Emissionen von Stickoxiden, Schwefeloxiden oder Feinstaub. Darüber hinaus bietet sie den Vorteil, dass sie mit vielen Kraftstoffen (LNG/Methan, Methanol, Ammoniak, Wasserstoff usw.) und damit mit ihren zukünftigen kohlenstoffarmen Versionen kompatibel ist.

Pierfrancesco Vago fügte hinzu: „Wir freuen uns, dieses hochinnovative Projekt unterstützen zu können, da es unser Engagement unterstreicht, zur Entwicklung fortschrittlicher Umwelttechnologien der nächsten Generation und zum Nutzen der gesamten Branche beizutragen. Dies ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zu emissionsfreien Operationen auf See und an Land." 

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MSC Europa - World Class Schiff

MSC Europa - World Class Schiff